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Lago di Bolsena - größter Vulkansee Europas - Bolsena-See |
Der Bolsena-See ist mit seinen 114 qkm Größe und 146 m Tiefe der größte
Kratersee in Europa und um 35 % größer als der berühmte Chiemsee in
Bayern. Vulkanische Kräfte erschufen ihn vor mehr als 300.000 Jahren
fast rund, setzten zwei Inseln hinein und modellierten eine
Hügellandschaft drum herum. Der Lago di Bolsena ist heute ein vom Wind
verwöhntes, fast leeres Segel- und Surfrevier und ein echter
Geheimtipp. Sandstrand, Sonne, Wind und sauberes Wasser laden Sie von
Mai bis Ende Oktober zum Baden ein. Wenn Sie etwas für fantastische
Wolkenformationen übrig haben, dann kommen Sie im Sommerhalbjahr
sicherlich auf Ihre Kosten. Es ist großartig, wie sie sich aufbauen und
wieder auflösen. Schnell werden Sie feststellen, dass der See durch
seine Größe auch Einfluss auf das Wetter hat.
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Blick auf den Lago di Bolsena
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Bolsena See - Strand
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Der Lago di Bolsena ist ein fantastisches Revier für Wassersportler aller
Gattungen, vor allem bei vorherrschenden Süd-/Südwest-Winden. Doch
Vorsicht - gerade in den Tagen des „Tramontana", ein kühler, trockener
Wind, der von den Bergen weht und meistens dem Durchzug einer
Gewitterfront folgt, herrschen auf dem See Windstärken, die für nicht
erfahrene Wassersportler kaum einzuschätzen sind.Vor allem aber ist der Lago di Bolsena ein Stück Italien für Genießer.
Landschaften wie Veduten, an jeder Ecke Kultur, fangfrischer Fisch und
süffiger Wein. Das Land um den Bolsenasee ist grün von den
Olivengärten, den Eichenwäldern, den Sträuchern, den Pappeln, dem
Schilf, den Wein- und Kiwihainen und gelb von den Ackerflächen und den
im Hochsommer ausgedörrten Wiesen. Hinter jeder Ecke lauern Geschichte
und Geschichten. Hier hat es schon den Etruskern gefallen, und noch
heute kann man in ihren Nekropolen herumstromern.
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| Bolsena See |
Ortschaft Bolsena
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Die wohl berühmteste
Geschichte vom Bolsena-See ist die des Augsburger Prälat Johannes
Fugger. Er hatte beruflich in der Tuscia zu tun, war auf dem Weg nach
Rom wegen des Investiturstreits, des Machtkampfes zwischen Kaiser und
Papst zu Beginn des 11. Jahrhunderts. Um sich ein bisschen beim Wein
entspannen zu können, ließ er seinen Diener Martin vorab nach
geeigneten Plätzen forschen. Der kritzelte mit Kreide ein »Est!«, »Hier
ist es!«, an die Türen der Tavernen, die mit gutem Trunk aufwarten
konnten. In Montefiascone, was zu Deutsch so viel wie Flaschenberg
bedeutet, malte er ein » Est! Est! Est!« an eine Pforte. Der Prälat
blieb. Und trank Muskateller. Bis er starb und in Montefiascone
bestattet wurde. Den „Est! Est! Est!" gibt es heute noch - ein
trockener Weißwein, der aus den Trauben des Trebbiano, des Roscetto und
des Malvasias gemacht wird. Im gleichnamigen Städtchen Bolsena entdeckt der Besucher viele Spuren
der historischen Herkunft.
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Bolsena - romantischer Hafen
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Bolsena - romantischer Hafen |
Wahrscheinlich entstand Bolsena, als die
Römer die Einwohner des eroberten etruskischen Hauptortes Volsinii
hierher umsiedelten, daher rührt der antike Name Volsinii Novi für
Bolsena. Durch Bolsena führt die Via Cassia, eine der alten
Römerstraßen, die von Rom aus in die Toskana führte und in der
Verlängerung bis Genua reichte. Während des Mittelalters wurde diese
Strecke Teil des Pilgerwegs der Via Francigena, auf der Pilger von
Canterbury in England über die Alpen bis nach Rom zogen.
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| Bolsena Stadttor |
Ciao "Bello"
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Heute thront
über der Stadt eine Burg, die alljährlich am zweiten Sonntag nach
Pfingsten zu einer blühenden Kulisse für das Fest des „Corpus Domini"
verwandelt wird. Im Jahre 1263 kam ein böhmischer Priester nach
Bolsena, zweifelte an der Wandlung von Hostie und Wein zu Leib und Blut
Christi und dann geschah das Wunder: Die Hostie fing an zu bluten, und
das Blut tropfte auf Messgewand und Kirchenboden. Papst Urban IV. kam
das zupass. Er begründete dieses Ereignis als das „fronleichnamsfest",
das heute in der gesamten katholischen Kirche einen festen Platz hat.
Die 4000 Bolsenesen begehen dieses Fest schon seit Jahrhunderten mit
einer zweistündigen Prozession. Den Weg zur Burg hinauf schmücken sie
mit Blütenteppichen und bunten Blumenbildern aus strahlendem Ginster,
blauen Hortensien, roten Rosenblüten, schwarz gefärbtem Sägemehl und
Vogelfutter.
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