|
Assisi - Stadt der Heiligen |
|
Terrassenförmig auf einem Felsrücken an der Westseite des Monte Subasio errichtet, thront Assisi hoch über dem Valle Umbra. Die wohl bekannteste Stadt Umbriens wurde einst von den Römern errichtet. Noch heute zeugen das mittelalterliche Stadtbild mit Stadtmauer und der Festungsruine „Rocca Maggiore" von den historischen Ursprüngen der Römerzeit. Seit 2000 gehört Assisi zum Weltkulturerbe der UNESCO. In vielen engen Gassen, auf Treppen und unter Torbögen tummeln sich in der Hochsaison Tausende von Pilgern, um auf den Spuren des Hl. San Francesco oder der Hl. Klara, Begründerin des Klarissen-Ordens, zu wandern.
Assisi liegt im Tiberina-Tal, das Umbrien von Norden nach Süden durchläuft. Der Fluss Tiber schlängelt sich hier träge in Windungen durch fruchtbares Schwemmland und Hügel. In der harmonischen bäuerlichen Landschaft dieses Tales finden sich viele Spuren der Vergangenheit, historische und antike Kunstwerke und noch lebendige, handwerkliche Traditionen. Wer von Perugia gen Süden fährt, dem bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Stadt, die ganz im Zeichen ihres berühmten Sohnes Giovanni Batista Bernadone steht. Hier um 1181 als Sohn des reichen Tuchkaufmannes Pietro Bernadone aus Lucca geboren, zog er als Hl. Franz von Assisi hinaus in die Welt. Heute prägt die Silhouette der mächtigen Basilika San Francesca das Stadtbild von Assisi. In dem monumentalen Werk sakraler Baukunst dokumentiert sich der Wechsel im Baustil von romanisch zu gotisch exemplarisch. Die Oberkirche des Gebäudekomplexes gilt als erste speziell für den Orden der Franziskaner erbaute Kirche und diente als Vorbild für die vielen Ordenskirchen der Franziskaner in Europa. In der Unterkirche befindet sich die Grabstätte des Hl. Franz von Assisi, die 1818 unter dem Altar der Unterkirche entdeckt worden ist.
Besonders sehenswert ist auch die Festungsruine „Rocca Maggiore", die auf einer Felsenspitze oberhalb der Basilika San Francesco liegt. Sie diente als Burgbefestigung, bevor sie dann von Kardinal Albornoz umgebaut wurde und insbesondere als Herberge für die zurück gekehrten Päpste galt.
|