Gubbio - Volkstümlichkeit in historischer Kulisse

An den Hängen des Monte Ingini im Apennin liegt Gubbio. An kaum einem anderen Ort ist die Geschichte Umbriens so gegenwärtig wie in Gubbio, dem Zentrum der Umbrier. Gubbio war Stützpunkt auf dem byzantinischen Korridor, der einst Rom und Ravenna verband. Noch heute ist Gubbio ein authentisches Meisterwerk der mittelalterlichen Kultur und der Gesellschaft des 13./14. Jahrhunderts. Nicht nur deshalb ist Gubbio eine der charakteristischsten Städte Umbriens und Italiens.

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 Palazzo dei Consoli  Blick von der Piazza Grande 

Gubbio ist ein einziges Freiluftmuseum, welches man nicht an einem einzigen Tag erkunden kann. Das Stadtbild dieses mittelalterlichen Etruskerstädtchens ist geprägt von engen Gassen und den zahlreichen Überresten gotischer Bauten. Die Stadt hat eine einfache, urbane Struktur - nur fünf Parallelstraßen unterschiedlicher Höhe führen den Berg hinauf und sind untereinander durch Gassen und Stufen verbunden. Gubbio ist lebhaft und vermittelt dem Gast immer wieder neue Eindrücke und neuen Zauber. Seinen faszinierenden Reiz erlangt Gubbio durch die einmalige Stadtarchitektur, die für die Städte Umbriens, die zumeist in Berghänge hineingebaut sind, außergewöhnlich ist.

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 Die Piazza Grande   Palazzo dei Consoli  

Besonderes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst in Gubbio ist der 1332 erbaute Priorenpalast, der „Palazzo die Consoli". Auf halber Höhe des Berges wurde er in einer extremen Hanglage errichtet und gilt als einer der bedeutendsten mittelalterlichen Kommunalpaläste. Heute befinden sich dort die einzigen erhaltenen Gesetzestafeln der alten Umbrer, die „Eugibinischen Tafeln". Noch etwas höher liegt der Dom von Gubbio, den man durch enge malerische Gassen erreichen kann. Die Fassade des Doms aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert ist auf einen winzigen Platz gerichtet, der ebenso steil geneigt ist wie der Weg, den man zu ihm hochgehen muss.

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 Seilbahn zum Monte Ingini  Teatro Romano - Römisches Amphitheater 

Berühmtester Sohn der Stadt ist Ubald von Gubbio. Er war Bischof von Gubbio und wurde von Papst Coelesin III am 5. März 1192 heilig gesprochen. Seitdem wird alljährlich am 15. Mai zu seinen Ehren ein Fest ausgerichtet, bei dem drei Mannschaften in historischer Kleidung eine 400 kg schwere Statue den Monte Ingini hinauf tragen müssen.

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 Teatro Romano  Gubbio - Keramik 

Zu den kulinarischen Besonderheiten Gubbios zählt der Weiße Trüffel, der im Herbst geerntet wird und in vielen Gerichten Verwendung findet. Eine alte umbrische Tradition sieht vor, ihn leicht auf Kohle angewärmt, in kleinen Bissen zu kosten.